Sonntag, 26. Juni 2011

Abenteuer Griechenland


Nach langer Zeit habe ich endlich wieder den Weg ins Internet gefunden und eine Nacht lang Zeit um meinen Blog zu aktualisieren. Vom Ohridsee in Makedonien ging es für mich nach vier Tagen Aufenthalt weiter nach Griechenland, Igoumenitsa.

Auf dem Weg nach Igouminitsa


Traumhafte Landschaft auf dem Weg



Wahnsinns Bergpässe!


Unzählige Kurven...


und auf Bergen versteckte Sehenswürdigkeiten...

 Auf der 430km langen Strecke über Berge und Täler, gesperrte Straßen und Schotterpisten nach Igoumenitsa, bin ich Dong, einem Japaner der in Stockholm studiert, begegnet. Er möchte zwei Monate lang Griechenland bereisen, leider entgegengesetzt zu meiner Route…


Dong mit Motorrad


Stefan Winkler (www.stewimot.de)  mit dem ich die Türkei und einen Teil des Irans bereisen möchte, ist leider noch nicht los gekommen, was für mich mehr Zeit in Griechenland bedeutet. So bin ich zwei Tage in Igoumenitsa geblieben.
Die Stadt hat ein schönes Archäologisches Museum mit spektakulären Funden der Region und unzählige Touristen die mit der Fähre aus Italien täglich eintreffen.

Archäologisches Museum Igoumenitsa

Funde in der Region


Nachdem ich Igoumenitsa ausgiebig besichtigt hatte bin ich (Dienstag, 07.06) mit Thomas, einem Franzosen den ich auf dem Campingplatz kennengelernt habe, zusammen nach Karnacki zu den Meteora Klöstern gefahren.



Thomas, ebenfalls mit einer Honda unterwegs!

Kurze Pause und Mittagessen am Straßenrand

Am hiesigen Campingplatz lernte ich Kunio Aoki aus Japan kennen. Er ist seit über einem Jahr unterwegs und ist  mit einer geliehenen Honda Dominator aus Ungarn durch ganz Eurasien bis nach Marokko und über Spanien, Italien nach Griechenland gefahren und will nach dem Besuch der Meteora Klöster die Maschine zurück nach Ungarn bringen. Leider hat er keine grüne Versichertenkarte mit dem geliehenem Motorrad bekommen was den Schwierigkeitsfaktor vor allem bei Grenzübergängen deutlich erhöht.



Kunio mit seiner Honda Dominator

Die Meteora Klöster haben wir zu fünft besucht, da sich zu Kunio, Thomas und Mir noch Paolo und Guillaume – zwei Sackpacker aus Frankreich – gesellt haben.

Von links: Kunio, Thomas, Paolo und Guillaume

Meteora Klöster...

Klosterkirche von innen

Übliche Küche der Mönche




Wenn da nicht James Bond einmal war!


Kletterspaß wo man nur schaut!



An diesem Abend lernte ich auch Katz, Peter und Phillip aus Deutschland kennen. Auch sie wollen mit dem Motorrad das Schwarze Meer umrunden und so kamen wir ins Gespräch.
Nachdem Kunio am nächsten Morgen aufbrach um sein Glück an der albanischen Grenze zu versuchen und Thomas weiter nach Delphi ist um das Orakel zu befragen, schloss ich mich Peter, Phillip und Katz an und blieb mit ihnen noch eine Nacht in Kanacki.
Wir vier beschlossen zusammen zum Olymp zu fahren und den Göttern, die auf den Bergen leben sollen, einen Besuch ab zu statten.


Das Startphoto

Die Übersichtskarte

Das Panorama (ca. 2000m)

Der Aufstieg beginnt bei 1100m und zieht sich bis zum höchsten Gipfel auf knappe 2920m. Da Peter und Phillip nicht in einer Etappe bis auf den Gipfel wollten bildeten wir zwei Gruppen. Katz und mein Ziel war es auf der Götterwiese, nahe dem Gipfel, zu schlafen. Wir schafften es in etwas mehr als fünf Stunden auf 2800m und hatten das Glück auf einem Nachbargipfel um zehn Uhr abends ein Notbiwak zu finden. Die anderen hatten nicht so viel Glück und wurden vom Regen klitsch nass und mussten nachts in Dunkelheit von ihrem Schlafplatz auf 2400m absteigen. Für Katz und mich ging es am nächsten Morgen weiter zum Hauptgipfel und wieder zurück auf 1100, wo die andern beiden schon warteten.

 Nach dem Höhenerlebnisgings für uns erstmal auf den Campingplatz, Kräfte sammeln und Kleidung trocknen!

Donnerstag, 9. Juni 2011

Über Albanien nach Macedonien


Die vier Tage Sonne, Strand und Meer waren Erholung pur! Aber heute sollte es weiter gehen zum Ohridsee in Makedonien. Meine Route verlief quer durch Albanien und einmal halb um den See und durch die Grenze nach Ohrid.
Die Strecke ist gut ausgebaut und Schlaglöcher erblickt man nicht so häufig, zumindest nicht in Küsten nähe. Sobald man mehr in das Landesinnere kommt merkt man einen deutlichen Unterschied im Vergleich zu den Touristischen Ecken, aber bis auf ein paar Kilometer Schotter war auch hier alles gut zu fahren.

In Ohrid angekommen wurde ich erst mal von lauter Fremden umzingelt, die mir ihr Apartment andrehen wollten. Nachdem ich mich mit 3000 makedonischen Dela aus dem Automaten versorgt hatte, quartierte ich mich  bei einem älteren Herrn, der sein EG Zimmerweise vermietet, ein und war froh ein Dach über dem Kopf zu haben –schließlich sollte es die nächsten Tage regnen!
Ich zog das typische Touriprogramm durch, Bootfahren im Regen bei stürmischer See, Besichtigung der Ausgrabungsstätten und der Kirchen im strömendem Regen und ernährte mich überwiegend vom Becker neben an.

Sehenswürdigkeit in Ohrid

Blick dem Stand entlang

Bootstour zur Kapelle im strömendem Regen...

Kapelle am Berg

Blick von oben - links Ohrid


Schnell noch ein Bild bei Sonnenschein...



Panorama am See


Auf dem Weg zur Ausgrabungsstätte und der Kirche - ein wahres Vergnügen bei dem Regen



Kirche



Teil der Ausgrabungen...


In der Kirche...

Blick vom Hintereingang

Kapelle ganz links - Blick auf Ohrid



Montag, 6. Juni 2011

Die Fahrt an die Küste und Urlaub in Montenegro


Draußen war es noch Nass als ich nach dem Frühstück um 9Uhr am 29.05 aufbrach.
Gesättigt von den letzten Strapazen folgte ich einfach der 2er Straße in Richtung Küste. Die 230km waren reiner Fahrspaß bei schönem Wetter und traumhaften Bergpässen. Vor allem die letzten 50km waren das I-Tüpfelchen der Tour.


Tolle Kurven, wahnsinns Wetter...


Und die Aussicht...



Da kommt Fahrfreude auf....


Ich fand in Buljarica, direkt an der Küste einen idyllischen Campingplatz mit Internet. Da der Campingplatz neue Sanitäranlagen bekam musste man auf manchen Komfort verzichten, dafür kostete die Nacht nur 4€!
Mein Zelt schlug ich unter einem Baum auf und ich hatte den Luxus eines Tisches mit Stuhl – Deluxe!


Mein Schlafplatz für 4 Nächte

Der Strand

Der Blick auf Buljarica

Über den Horrorpass nach Montenegro



Der  Morgen des 28.05 war genau nach meinem Geschmack. Nach dem aufstehen hatten mich Mirjana, Nenad und Ilija und das Frühstücksbuffet geschmuggelt und ich konnte mich nach Herzenslust an den Köstlichkeiten voll essen.

Der Tag hatte toll angefangen aber nach der herzlichen Verabschiedung der drei nahm er eine schnelle Wendung. Nach 50km brach das Unwetter über mir aus, die Schleusen des Himmels machten weit auf und es regnete schier eimerweise.
In 1400m Höhe fing es dann an zu hageln und die Sicht wurde schlecht, die Straßenverhältnisse aber noch schlechter. Der strömende Regen hatte die Furchen im Schotterboden noch tiefer gerissen, die  Schlaglöcher verdeckt und die Sicht war auf knapp 30m geschrumpft.
Als die Schotterpiste durch Erdrutsche zur Rutschpartie wurde und sich die Wetterverhältnisse nur langsam besserten wurde der Bergpass zum Horrorpass. Geländewägen kamen nicht mehr weiter und drehten um oder harrten das Unwetter aus und ich schlug mich durch den Batz. Denn einen Umweg von 70km wollte ich nicht machen und in dem Regen ausharren schon recht nicht.


Das schlimmste war geschafft...


Der Blick zurück...

 Auf 1700m am Gipfel angekommen klarte es auf und ein beeindruckendes Panorama  wurde sichtbar!

Ein Lichtblick!


So muss das sein :)

Der Weg bis Montenegro war von dort an nicht mehr so beschwerlich, wenn auch noch recht lang.
Die Nacht blieb ich in einem Motel kurz hinter der Grenze, trocknete meine Sachen und genoss eine warme Dusche.